2.10.07

Permisson for L'viv - Ukraine

OE-DND in IMCDank Sabine war es erstmals möglich, dass 2 Maschinen des FSV 2000 im tiefen Osten landen konnten. Sabine und Christian hatten eine Polenrundreise mit der OE-DKT gemacht; Walter, Richard und ich haben die Besatzung der OE-DKT am letzten Reisetag in Rzeszow getroffen um mit der OE-DND und OE-DKT gemeinsam von Rzeszow nach L'viv zu fliegen.

Die Sicht beim Flug von Stockerau nach Rzeszow war miserabel. Es stand ein Tief zentral über Mitteleuropa. Wir waren auf einem Großteil der Strecke in realen IMC und froh (vorheriger Blick aufs Wetterradar), dass die Gewitterzellen neben unserer Strecke lagen. Entschädigt wurden wir mit einem massiven Rückenwind, der der DND zeitweise zu 180 KTS Groundspeed verhalf. In dieser Region ist die Mindestflughöhe für IFR F110, wobei man in Polen auch als uncontrolled IFR beliebig tiefer kann, was bei rechtzeitigen Descends durchaus Sinn macht.

ILS LembergNach einer Nächtigung und Tankstopp in Rzeszow änderte sich das Wetter auf strahlenden Sonnenschein und wolkenlosen Himmel. Der Flug von Rzeszow nach L'viv in 3.500 ft (im Flugplan F110, Brüssel kapiert nämlich wie immer nix) dauerte keine 40 Minuten. Das Englisch der Lotsen war perfekt und sehr gut verständlich - wenn man da an Frankreich denkt.

Lemberg Airport Das Abfertigungsgebäude sah eher mehr aus wie eine Art Volkstheater als ein Airport. Nach der Einweisung durch den Marshaller wurden wir von einem Kleinbus abgeholt und gleich mit Formularen überschüttet. Die Flugzeuge mussten wir auch deklarieren - man stelle sich vor wir verscherbeln die goldene Vereinssau (DND) an die Russen! Die Beamten waren ausgesprochen freundlich.

Einreiseformalitäten Die Einreiseformalitäten dauerten ein bischen, da wir noch erklären mussten ob irgendwelche Seuchen an Bord waren, wir Drogen transportierten und eh keine Kommunist ... äh nein das war woanders. Wir mussten sogar die Euro deklarieren die wir einführten. Aufgrund von Vorurteilen befürchtete ich, dass wenn wir 600 deklarieren, die Landung auch 600 kosten wird. Dem war zum Glück nicht so, die Landng und Abstellgebühr für eine Nacht kostete 130 EUR (mit einem Pax) und 80 EUR (ohne Pax)

Hauptplatz Nach einer Fahrt mit 2 vom Hotel geschickten neuen Mondeos zum besten Hotel der Stadt (Anm: wir hatten eine extrem gute Crew Rate - 130 EUR das Zimmer), Hotel Leopolis sind wir nach einem kurzem Verschnaufer gleich zur dreistündigen Stadtführung aufgebrochen.

Die Führung war sehr gut gemacht. Wir hatten eine eigene Reiseführerin die in ihren früheren Leben Rapperin und Sprinterin gewesen sein musste. Ihr Englisch was aber so gut, dass wir trotz schneller Sprache alles mitbekamen.

Kirche Also Sehenswürdigkeiten gab es in der Stadt jede Menge. Wir konnten uns kaum satt sehen. Ist immerhin Weltkulturerbe! Die Typen von der UNESCO dürften hier einfach immer wieder öfters gerne vorbei kommen. In der Stadt wird sehr viel geheiratet, vielleicht nicht ganz so viel wie in Vegas. Zum Zeitpunkt unseres Besuches war ein Open Air Konzert auf dem Hauptplatz. Nach welche Kriterien die spielten konnten wir nicht sagen, von Volksmusik bis Hardrock war alles dabei.

Hauptplatz Der Hauptplatz -so erklärte uns die Reiseführerin - hatte Häuser mit 3 Fensterreihen und 6 Fensterreihen. Die 6er mussten wesentlich mehr Steuern zahlen und waren daher sozusagen Statussymbole. Wir waren bei der Oper, beim Unabhängigkeitsdenkmal (so abhängig vom Geld waren die noch nie zuvor), in mindestens fünf Kirchen und haben Armateurschauspielern zugesehen. Wir konnten unsere Führerin noch zu einem Cafehausbesuch überreden. Das sparte uns zumindest ein paar Kilometer Fußweg.

nördlicher Hauptplatz Leute sieht man hier jede Menge, die rennen zufällig immer in die Fotolinie. Man beachte den Strassenbelag - der ist mit ein Grund für die zahlreichen SUVs die hier so herumfahren. Geben tut es praktisch alles, bestes Essen, beste Autos (neue Q7, M-Klasse) nur billiger sind die guten Sachen (mit Ausnahme vom Alkohol) nicht. Den Abend haben wir im Veronica ausklingen lassen. Entgegen dem super klingenden Namen, handelt es sich dabei aber um ein echtes empfehlenswertes Cafe und Spitzenrestaurant.

Abflug Leider muss das auch einmal sein. Nach einem wunderschönen Tag, mit einer Expressführung ging es nach dem Frühstück mit 2 blauen Mondeo Limousinen vom Hotel wieder zurück zum Airport. Auch von aussen sah das viel zu kleine Gebäude ganz nett aus. Wir mussten uns nur noch den Weg durch eine wilde Meute Fluggäste bahnen, die alle glaubten wir wollen uns in ihren Flieger drängen. Ein Genuss war die Stimme des Radarlotsen beim Abflug. Der hat geklungen wie wenn er die Nacht mit 4 Wodkaflaschen verbracht hätte.

Weitere Bilder vom Tripp

Resümee: Empfehlung für Lemberg - allerdings ohne gewissen bürokratischen Aufwand - danke Sabine - kaum zu schaffen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo meine lieben Stockerauer!

Ich kann verstehen, dass man bei so vielen Sehenswürdigkeiten eine Reiseführerin braucht! *lach*

Wo a immer des war, i wü dort a hin!!!!!

Gruß und danke für den witzigen Reisebericht, Schubsi!!!

Unknown hat gesagt…

Es ist eine sehr interessante Geschichte! Ich mochte es. Ich reise oft und benutze normalerweise ein Flugzeug, um mich zu bewegen. Dies ist eine der bequemsten und schnellsten Transportarten. Obwohl, ich kürzlich in der Antarktis Tour auf einem größeren Kreuzfahrtschiff reisen konnte. Es war eine wundervolle Reise und jetzt habe ich zwei Arten von Lieblingstransport zum Umziehen!)))